TANJAS GESCHICHTE

 

Mein Name ist Tanja und ich habe Glück, dass ich mich über zwei Geburtstage freuen kann. Vor 14 Jahren (2003) habe ich mich, als ist von einer Höhe gefallen bin, verletzt und mir den 12. Brustwirbel gebrochen. Seitdem bin ich an den Rollstuhl gebunden und sehe die Welt aus "niedriger Perspektive", die aber sehr hoooch ist. Am Anfang ist die Welt für mich zusammengebrochen. Ich habe nicht gewusst, wie es wird, was es wird... Es hat zwar einige Zeit gedauert, aber die Dinge haben sich in die Richtung gedreht, wo die Sonne scheint.

Nach dreijährigem Warten auf wieder gehen zu können, habe ich mich entschlossen, dass es mit dem Warten genug ist. Ich habe begonnen mit einer Idee zu spielen wieder Sport, das schon vor dem Unfall meine große Liebe war, zu machen. Ich habe mich entslossen und bin  auf den Stadium zu meiner Trainerin gegangen. Sie hatte mich schon vor dem Unfall trainiert. Ich habe ihr gesagt, dass ich an der Olympischen Spielen in Peking teilnehmen will.

Vor dem Unfall habe ich nämlich Athletik trainiert. Zuerst Laufen trainierte ich und später haben ich mich für das Speerwerfen entschieden. Romana hat mich zuerst groß angeschaut und gefragt, "Bist du sich bewusst, dass das schon in 2 Jahren ist?"

Wie dem auch sein mag, sie ist mit mir gegangen und wir haben es geschaft. An meinen ersten Spielen habe ich einen spitzenmäßigen Ergebnis erreicht und zwar 5. Platz. Das ist nicht ohne oder?

Wir haben weiter gekämpft und wegen der Athletik habe ich auch ganz viel von der Welt gesehen. Ich war auf dem EM in den Niederlanden, auf WM in Neuseeland... Das sind die Reiseziele, die mir am besten in Erinnerung geblieben sind. Nach zehn Jahre des Trainings und nach zweiten Olympischnen Spielen habe ich mich entschieden, dass es genug ist. Das Wettkampfsystem hat mir wegen der Gruppenzusammenschliessens, abgesehen von der Höhe meiner Wirbelsäuleverletzung, nicht zugellassen, dass ich mich in die Weltspitze plazieren wurde. Ich hatte mir immer höhe wenn nicht sogar die höchsten Ziele gestellt.  Einige kann man halt nicht verwirklichen, dennoch...

Wie dem auch sein mag, nachdem ich mit dem Spitzensport aufgehört hatte, habe ich Sport mit meiner Ajša - Labradorin, die mich überall begleitet, getauscht. Ebenfalls begleitet mich auch meine Tochter, 17 jährige Nika. Nika ist wegen mir ein besonders Mädchen, das ein anderes Leben, wie seine Altergenossinnen, führt. Meinetwegen.

Am Anfang habe ich mir den Unfall vorgeworfen, weil ich nicht gewusst habe, wie das Nika beeinflussen wird. Es ist auch zur Scheidung gekommen und wir sind mit Nika alleine geblieben. Früh habe ich bemerkt, dass Nika wegen meines Unfalls und meiner Verletzung und meines Lebens im Rollstuhl zum besseren Mensch wird. Und wenn mein Sturtz deswegen passiert ist, dann ist das in Ordnung. Solcher Unfall, der mir passiert ist, verändert dem Meschen das Leben. Die Lage kannst du tatsächlich nie akzeptieren, aber du findet sich mit der Tatsache ab, dass jetzt das dein Leben ist. So wie es halt ist.

Seit Jahr 2015 bin ich Botschafterin bei Wings of life und das ist eine der schönsten Sachen, dir mir, nach der Verletzung entgegengekommen sind. Ich habe Meschen, die ich sonst nie kennenlernen wurde, getroffen; hatte Auftritte vor 90.000 Menschen, was ich nicht erleben würde, wenn ich nicht gestürtz hätte.

Lebe und lasse leben. »LIFE IS A GIFT AND NOT A GIVEN RIGHT«..., auch in Form eines Tattoos an der Herzensseite; es erinnert mich jedesmal, wenn ich am Morgen vor dem Spiegel stehe.